26.6. Großdemo: Versammlungsgesetz NRW stoppen!

Das Militanzverbot im Entwurf des neuen Versammlungsgesetzt NRW ist aktuell in vieler Munde. Was viele nicht wissen: in der Gesetzesverschärfung stecken noch deutlich mehr Änderungen. Eine Umsetzung des Entwurfs würde die aktuelle Praxis von (Gegen-)Demos, Blockaden & Co quasi verunmöglichen!

Daher fahrt mit uns am 26.6. nach Düsseldorf! Infos über die konkrete Anfahrt folgen. Infos zur Demo beim Bündnis NRW Versammlungsgesetzt stoppen.

Übrigens, den vollständigen Gesetzentwurf findet ihr hier: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-12423.pdf.

Sommer, Sonne, Antifa! Festival 2021

Das Antifa-Festival NRW wird diesen Sommer mit frischem Programm und ausgereiftem Hygienekonzept stattfinden: Vom 15. bis 18. Juli 2021 in NRW.

Sichert Euch JETZT eine Karte! Der Kartenvorverkauf beginnt im Buchladen Le Sabot ab Mittwoch, den 2. Juni! Solange der Vorrat reicht!

Infos und bald auch das Programm findet Ihr auf der Web-Seite von Antifa NRW https://www.antifa.nrw/festival/

Raus aus der Ohnmacht & in die Offensive!

Sommer, Sonne, Antifa! Kultur- & Politik-Festival 2021

Gegen die Isolation und gegen die autoritäre Gesamtstimmung in Kaltland richten wir diesen Sommer wieder unser geliebtes Kultur- und Politik-Festival Sommer, Sonne, Antifa! (früher: Antifa-Camp) aus. Gemeinsam mit euch wollen wir als Bewegung zusammenkommen, voneinander lernen und Linke Politik wieder in die Offensive bringen.

Seh’n wir uns nicht auf der Wiese, seh’n wir uns auf der Straße! Wir freuen uns auf eine spannende Zeit mit euch!

Zusammenschluss von Antifa-Gruppen in NRW gegründet

PicMit „Antifa.NRW“ hat sich im Frühjahr ein Zusammenschluss mehrerer Antifa-Gruppen aus NRW gegründet. Gemeinsam werden wir als Gruppen verlässlich und dauerhaft in einer gemeinsamen Organisation arbeiten.

In und mit diesem Zusammenschluss wollen wir antifaschistische Aktivitäten bündeln, die Schlagkräftigkeit einzelner Gruppen, Aktionen und Zusammenhänge stärken und ihnen ein öffentlichkeitswirksameres Sprachrohr bieten, um so die antifaschistische Bewegung in NRW insgesamt zu stärken.

Gemeinsam werden wir Konzepte, längerfristige Strategien für die Antifa-Arbeit in NRW und darüber hinaus (weiter-)entwickeln und Wissen unter Aktivist:innen teilen. Auch die bessere Erreichbarkeit füt Pressevertreter:innen ist Schwerpunkt des Zusammenhangs
Weitere Infos bekommt ihr unter antifa.nrw

Jetzt hier: 8. Mai Broschüre 1995

Fragen für die Antifa – Gestern und Heute

Der 8. Mai hat auch 26 Jahre nach der Veröffentlichung der Broschüre „8. Mai – 50. Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Faschismus“ durch die „Antifaschistische Aktion/ Bundesweite Organisation“ (AA/BO) nicht an Bedeutung verloren. Für Antifaschist*innen war und ist der 8. Mai nicht einfach nur ein Feiertag, was er auch nicht sein kann.

Wir veröffentlichen die Broschüre nach 26 Jahren erneut, weil sie ein Dokument unser Geschichte ist und einen Blick über die Themen der Antifagruppen der 1990er gibt.

Mehr zur Broschüre, die Texte der Broschüre und unsere Auseinandersetzung damit findet Ihr auf den Seiten dieses Webauftritts: 8. Mai Broschüre 1995

1. Mai gegen NPD und DIE RECHTE in Essen

Die NPD und die Partei DIE RECHTE mobilisieren am 1. Mai nach Essen. Aktuell ist die Versammlung verboten, allerdings wird davon ausgegangen, dass die NPD klagt und das Verbot kippt.
Daher geht Bündnis “Essen stellt sich quer!”  davon aus, dass die NPD wie angemeldet auf der “Freiheit” in der Nähe vom Bahnhof oder an einem anderen Ort demonstrieren wird und hat Gegenaktivitäten angemeldet. Aktuelle Infos findet Ihr auf der Webseite von ESSQ. oder @EssenQuer. ESSQ mobilisiert (achtet auf weitere Ankündigungen) für 12:30 Uhr zur “Freiheit” am Hintergang des Hauptbahnhofs

Gegen das Versammlungsgesetz NRW – Für konsequenten Antifaschismus

10.04. 15:00 Uhr Münsterplatz Bonn
Gegen das Versammlungsgesetz NRW – Für konsequenten Antifaschismus

Das geplante Versammlungsgesetz des autoritären Sicherheitskasper Herbert Reul – auch Innenminister genannt – gefährdet unsere antifaschistische Praxis und delegiert, wie schon das neue Polizeigesetz von NRW, rechtsverbindliche Normen von Gerichten in die willkürliche Entscheidungsgewalt der Polizei. Dazu können wir nur NEIN sagen.

Mit dem Militanzverbot könnte bald die Polizei darüber entscheiden, ob durch das Auftreten einer Demonstration die Bevölkerung verunsichert werden könnte. Etwas zu tun, was verboten ist, ist für deren Entscheidung unerheblich. Das ist aber nur der rechtliche Aspekt.

Politisch und gesellschaftlich bedeutet ein Verbot von Militanz – das Verbot von Störungen und Blockaden geht mit dem Gesetz einher – die faktische Entwaffnung der Bürger*innen und unterdrückter Menschen. Ohne die Möglichkeit, angemessenen Druck auf korrupte und/oder nicht zugängliche Eliten der Politik und Wirtschaft auszuüben, sind sie erheblich in der Vertretung ihrer – auch unser – Interessen eingeschränkt. Ohne Blockaden und Störungen würde Deutschland seine Energie heute aus Atomkraft beziehen und der Klimawandel stünde auf der Agenda ganz weit unten.

Auch Neonazismus wäre ein weit größeres Problem – auch in Bonn. Ein Beispiel: Durch zwei antifaschistische Blockaden gab Bogida (Bonner Ableger von Pegida, gegründet und maßgeblich organisiert von Melanie Dittmer) 2015 nach zwei erfolglosen Versuchen, eine rassistische Wutbürger*innenbewegung zu begründen, auf. Andere Städte, in denen Pegida Ableger vergleichsweise ungestört blieben, hatten teilweise mehr als zwei Jahre mit ihnen zu tun – mit teilweise erheblicher rassistischer Gewalt und verfestigten Nazistrukturen als Folge. Gegen Neonazis und Rassist*innen wird dieses Gesetz, was es angeblich soll, nichts nützen, denn es hat sich gezeigt: nur störender Widerspruch und die klare Ablehnung ihrer Weltsicht – von vielen Menschen artikuliert – ist eines der effektivsten Mittel gegen Faschismus und anderen ideologischen Unrat. Mit Nazis reden oder sie gewähren zulassen, hilft nicht.

Militanz in Form von Störungen und Blockaden ist unser legitimes Mittel zu Vertretung und Durchsetzung unserer vernünftigen Interessen und zu Verteidigung unser Freiheit gegen Nazis. Wir dürfen sie uns nicht wegnehmen lassen, gerade weil wir keinen direkten Zugang zu Politiker*innen haben und keine unerschöpflichen Mittel für Anwält*innen oder Lobbyist*innen wie z.B. RWE, die dem Innenministerium NRW den Plan für die Räumung des Hambacher Forstes in die Hand drücken und sich sicher sein können, dass ihr Sicherheitskasper für sie durch den Wald tanzt.

Gerade in der Zeit einer Pandemie braucht es starke Mittel, damit die sozialen Folgen von Corona nicht auf unsere Schultern und die der Schwächeren abgewälzt werden. Wir müssen unsere Interessen gegen eine Krisenlösung durch Sozialabbau verteidigen können. Bei fast jeder Krise wurden die Reichen geschont und die Armen bestohlen, wenn es keinen starken und solidarischen Widerstand gab. Die Mittel zum Widerstand will uns die NRW Regierung des bereits fallenden Kronprinzen von Angela Merkel, Armin Laschet, weg nehmen – sorgen wir dafür, dass er auch wirklich fällt.

Verteidigen müssen wir uns auch gegen den wirren Egoismus und Antisemitismus von Querdenken und Co, die sich zu nützlichen Idioten der herrschenden Klasse machen, indem sie einen Diskursrahmen öffnen, der Politiker*innen hilft, die Maßnahmen gegen Corona so gering zu halten, dass die Wirtschaft weiter brummt, die Pandemie aber nicht zu weit ausufert – auf unsere Kosten.

Im Kampf gegen das Gesetz müssen wir unsere Mittel maßvoll und intelligent einsetzen, um uns nicht zu isolieren und wir müssen möglichst viele Menschen davon überzeugen, dass sie bei uns richtig sind, damit dieses Gesetz nicht beschlossen wird.

Kommt am Samstag 15:00 auf den Münsterplatz nach Bonn.

Kommt zum Transparent „Freiheit stirbt mit Sicherheit“

Für einen konsequenten Antifaschismus und für eine starke soziale Bewegung!

Guckt euch vorher bitte die Hygieneregeln an:

Demo gegen Versammlungsgesetz – 10. April

Antifaschismus in Theorie und Praxis im Vergleich Deutschland-USA

Eine Online-Veranstaltung mit Live-Stream mit Spencer Sunshine und Daryle Lamont Jenkins am Samstag, 13. März 2021 um 18 Uhr (folge uns auf twitch.tv/antifabonn)

Seit Trump nicht mehr im Amt ist, ist die Zukunft der amerikanischen extremen Rechten ungewiss. Bis jetzt ist sie nicht geschwächt, und diejenigen, die sie beobachten, erwarten 2021 mehr Aktionen, einschließlich Terrorismus. Auch die antifaschistische Opposition hat sich weiter entwickelt. Nachdem sie vor Trump von deutschen Antifaschisten beeinflusst war, hat sie sich von diesem Modell entfernt und ihren eigenen Ansatz entwickelt. In diesem Vortrag wird es darum gehen, wie das im Vergleich zu Deutschland in Theorie und Praxis aussieht und wie das Verhältnis der Antifa-Bewegung zu anderen US-Projekten, die sich gegen die extreme Rechte wenden, ist.

Titelseite AIBSpencer Sunshine recherchiert und schreibt seit über 15 Jahren über und engagiert sich gegen die US-amerikanische Rechte. In Deutschland schreibt er u.a. für die “Jungle World” und das “Antifa Infoblatt”.

Daryle Lamont Jenkins ist ein amerikanischer Antifaschist, der vor allem durch die Gründung von One People’s Project, bekannt wurde. Diese Organisation mit Sitz in New Brunswick, New Jersey, zielt auf die Überwachung und Veröffentlichung von Informationen über rassistische und rechtsextreme Gruppen und Einzelpersonen, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten.

Nach einem Inputvortrag von Spencer wollen wir die Gelegenheit nutzen, mit ihnen zu diskutieren. Die Veranstaltung wird hauptsächlich in englischer Sprache sein. Wie empfehlen zum Thema auch das aktuelle Antifa-Infoblatt mit Schwerpunkt “United States Antifa”.

Anti-Fascism in Theory and Practice in Comparison Germany-USA

Since Trump has left office, the future of the U.S. Far Right is uncertain. So far it has not declined, and those who watch it are expecting more action in 2021, including terrorism. The antifascist opposition as well has also not declined. After being influenced German antifascists before Trump, it has moved away from that model and developed its own national approach. This talk will cover what that looks like compared to Germany in both theory and practice, as well as the movement’s relationship to other U.S. projects which oppose the Far Right.

Daryle Lamont Jenkins is an American anti-fascist best known for founding One People’s Project. This organization, based in New Brunswick, New Jersey, aims to monitor and publish information about racist and far-right groups and individuals, mainly in the United States.

Spencer Sunshine, PhD, has researched, written about, and counter-organized against the U.S. Far Right for over 15 years. He writes for, among other places, ‘Jungle World’ and ‘Antifa Infoblatt’.

Hanau ist überall!

Am 19. Februar 2021, ein Jahr nach dem Mordanschlag in Hanau, waren in Bonn auf 2 Kundgebungen mehr als 300 Menschen auf der Straße.

Wir trauern um Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin und fordern – im Sinne ihrer Freund*innen & Familien:

Erinnerung! Gerechtikeit! Aufklärung! Konsequenzen!

Rassismus tötet!
Erinnern heisst verändern!

Ein Jahr nach dem Mordanschlag von Hanau – Kundgebung 18 Uhr Marktplatz Bonn

Am 19. Februar ist der 1. Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau. Wir erinnern uns an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin. Ihre Namen dürfen nicht vergessen werden!
Initiative 19. Februar Hanau
„Ihre Namen sollen erinnern und mahnen, den rassistischen Normalzustand im Alltag, in den Behörden, den Sicherheitsapparaten und überall zu beenden“, schreibt die Initiative 19. Februar Hanau in ihrem Aufruf und fordert zu solidarischen Aktionen auf, um mit den Angehörigen und Betroffenen zu Gedenken und Aufklärung und Gerechtigkeit einzufordern.

Am 19. Februar um 18 Uhr am Marktplatz in Bonn wollen wir – ASJ BN, Falken BN und AOBN – diesem Aufruf folgen und uns mit einer Kundgebung an den bundesweiten, dezentralen Aktionen beteiligen. Wir laden alle zur Kundgebung ein!

Im Jahr nach dem Anschlag hat sich erneut gezeigt, dass auf den Staat hinsichtlich lückenloser Aufklärung kein Verlass ist. Neben fehlerhaften Ermittlungsarbeiten des Sicherheitsapparates und ignoranten Ansichten in diesem, bezüglich der Bedrohungslage der Betroffenen, wurde auch das unhaltbare Narrativ des Einzeltäters wiederholt. Übersehen wird dabei jedoch, dass sich der Täter nicht im luftleeren Raum politisiert und das gesamtgesellschaftliche Klima und die Diskursverschiebung hin zu immer rechteren Positionen bis zu offener rechter Hetze und in letzter Konsequenz zu solchen Terroranschlägen führt.

Wir werden nicht müde, die verkehrten Verhältnisse anzuprangern, in denen organisierte Neonazis auf der Welle einer gesamtgesellschaftlichen Diskursverschiebung nach Rechts reiten. Und immer wieder müssen wir mit ansehen, wie dieser Rechtsruck reale Folgen nach sich zieht, weil der rechte Terror dort gedeiht, wo gezielt die Grenze des Sagbaren immer weiter verschoben wird. In einer Gesellschaft, in der nazistische Polizist*innen bewaffnete Nazis decken, braucht es einen entschlossenen Antifaschismus, um dem Morden ein Ende zu bereiten.

Deshalb am 19 Februar auf die Straße – den Ermordeten gedenken! wir werden als Teil dieser bundesweiten dezentralen Aktionen gegen das Vergessen und für eine konsequente Aufklärung gemeinsam gegen Naziterror, rassistische Gewalt sowie den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck auf die Straße gehen. Wir werden bei unserer Kundgebung “Wut und Trauer. Ein Jahr nach den Anschlägen von Hanau” neben einigen Redebeiträgen die Audio-Aufnahmen der Initiative 19. Februar Hanau vorspielen, um ihre Anklage und Forderungen auch in Bonn hörbar zu machen!

Parallel zu unserer Kundgebung wird es eine weitere Gedenkkundgebung des Frauen*streik-Bündnis Bonn um 18 Uhr am Frankenbad geben.